Halbzeit der Auszeit

Es sind 3 Monate (April, Mai, Juni) vergangen – wir sind 12 500 km durch  Australien gefahren – und fragen uns wie schnell die Zeit vergangen ist!?

Bis bald eure Auszeit Aussis, Gitti und Seppi

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Alice Springs und Rotes Zentrum

Alice Springs liegt in der Mitte des australischen Kontinents. Ursprung der heutigen Stadt ist die alte Telegraphenstation, die Alice Springs Telegraph Station erbaut 1871. In einem kleinen Freilandmuseum kann man die nachgebaute Telegraphenstation besichtigen.

Alice (so nennen die Aussis die Stadt) liegt mitten im roten Outback, genannt Red Centre. Hier gibt es neben Uluru-Kata Tjuta NP noch weitere Naturwunder wie den Kings Canyon im Watarrka NP. Bei einer Wanderung entlang des Canyons hatten wir wunderbare Einblicke in die Schlucht.

Vorbei an dem Meteoriten-Krater Tnorala fahren wir zum nächsten Naturwunder. Das Palm Valley (nur mit 4WD befahrbar) im Finke Gorge NP. Diesmal ist der Weg das Ziel. Wir sind „zum Luftspringen“ begeistert.

Australien ist Natur pur, was ihr sicher schon gemerkt habt. Aber man muß sie erfahren – 16oo km nur im roten Zentrum, zum  Teil auf Sandpiste vorbei an Keilschwanzadlern, Dingos, Grasbäumen – mal sehn was noch so kommt!? …..

 

Uluru – Kata Tjuta NP

So haben wir den Uluru nach einer Flasche Wein beim Happy Hour gesehen. Nein, auch ohne Wein ist der rote Inselberg (348 m hoch) berauschend. Für mich mehr, als für Seppi! Bei der Umrundung auf dem 10,5 km langen Base Walk konnten wir all die Fasetten, Farben, Furchen und Höhlen des Uluru von näher bewundern. – Daß die Ureinwohner (Volk der Anangu) hier gut leben konnten ist nachvollziehbar. Der Berg bietet Schutz mit seinen vielen Höhlen, es gibt permante Wasserstellen, Nahrungspflanzen und sicher früher noch viele Tiere zum Jagen.

Die Felsenlandschaft Kata Tjuta (was für das Anangu Volk soviel heißt wie „viele Köpfe“), 50 km vom Uluru entfernt, war ebenso faszinierend für uns. Beim Wandern im „Valley of the Winds“ oder dem „Walpa Gorge Walk“ sahen wir auch Kleinigkeiten neben den  überragenden Felswänden.

Auf dem Weg ins ROTE ZENTRUM sind uns eigenartige säulenförmige Bäume aufgefallen. Die Wüsten-Kasuarine! Sie unterscheiden sich im Jugendstadium kompett vom ausgewachsenen Baum. Die Samen sind Zapfen. – Außerdem begrüßten uns zum Frühstück in der Wüste Inkakakadus und der australische Butcherbird.

Nachdem unser Dino nach 12ooo gefahrenen Kilometern einen Ölwechsel braucht, sind wir noch länger im ROTEN ZENTRUM. Freut euch drauf, es ist wunderbar hier! Wir sind, trotz Tagestemperaturen von max. 20 Grad und Nachttemperaturen bis zu 3 Grad, begeistert.

Dino braucht Diesel

Bis bald, eure Gitti

Stuart Highway

Der Stuart Highway führt uns ca. 1000 km lang Richtung Süden (immer gerade aus!) nach Alice Springs (Rotes Zentrum). Außer ein paar Road-Trains und Mietautos, kommt uns der Zug der „Grey Nomades“ entgegen. Die sogenannten „Grauen Nomaden“ sind Rentner (70 Jahre und älter) die jedes Jahr im australischen Winter (Mai-Juli) mit Wohnwagen und Boot auf dem Autodach, vom kalten Süden in den warmen tropischen Norden ziehen. An den Hotspots wie „Daly Waters Pub“ und „Devils Marbles“ sind wir uns „nahe“ gekommen. (siehe Parkplatz-Bilder)

Unser erster Stop am Highway war Daly Water (10 Einwohner) mit seinem urigen Pub, einer touristen Attraktion. „Daly Waters Pub“ wurde 1930 eröffnet. Damals gab es einen Flughafen für Post- und Passagierflugzeuge die hier zum Auftanken zwischen landen mußten.  Seit der Zeit lassen Gäste ein Andenken, wie alte Schuhe, Hüte, T-Shirts, BHs, Geldscheine, Vistienkarten etc. da. Der clevere Wirt macht seinen Parkplatz zum Campground. Zum Abendessen gibt es Barramundi oder Steak gegrillt mit Salat, Lifemusik und gutes Bier z.B. Pale Ale. Uns hat es super gefallen!

Unser zweiter Stop am Highway waren die DEVILS MARBLES, die Eier des Teufels. Bunt verstreut liegen riesige Granitblöcke einzeln oder in Haufen in der Nähe der Straße, mitten drinn ein Campground. – Interressant ist: die Devils Marbles sind für die Aborigine-Völker nicht teuflisch, sondern die Eier der Regenbogenschlange. Somit ist dieser Ort für die Ureinwohner heilig. Nur ein paar Schilder weisen Besucher darauf hin.

Selfie

Bald ist Halbzeit! – liebe Grüße eure Auszeit Aussis, Gitti und Seppi

Tipp: die Seiten Straßenschilder und Bildergalerie sind aktuell!

Kakadu NP II

Um das Gebiet Jarrangbarnmin ehemals Kolpin Gorge (Tipp von Reto aus der Schweiz, DANKE!) zu besuchen braucht man eine Genehmigung (Permit von der Parkverwaltung). Die Begründung dafür ist, dass sich hier Heiligtümer der Aboriginal People befinden. Die Aboriginals bezeichnen dieses Gebiet als „sensibel“, denn hier wohnt die Regenbogenschlange und diese darf nicht gestört werden. Tatsache ist, hier gibt es Uran und Uranminen. Zudem offen gelassene Asbestminen.  Warnschilder weisen darauf hin!

Am spannendsten war die 4×4 Zufahrtsstrecke mit Furten und schmalen Passagen.

Für uns war es wieder eine wunderbare einsame Landschaft mit Felsen, Wasserfällen und Badepools mit Badeverbot (wie fast im ganzen Kakadu NP) wegen möglicher Kokodile. Besonders wegen des Leistenkrokodils. Diese fängt man nach der Regenzeit aus den Pools ab und bringt sie in andere Gewässer (z.B. Yellow River).  Nur in dem obersten Pool durfte gebadet werden. Ein mulmiges Gefühl bleibt trotzdem!

Ein letztes Highlight im Kakadu NP war das Rock Hole (Geheimtipp von Esther und Stefan). Bein Schnorchel im Badepool entdeckte Seppi eine aquatil lebende Feilenschlange. Toll!!!!

Ab jetzt führt unser Weg in die Mitte von Australien. Bis bald, eure Gitti!

 

Kakadu National Park I

Der Kakadu NP (ca. so groß wie Bayern) ist wegen der einmaligen Natur und den kulturellen Werten der Aboriginal People auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Der Park ist Aboriginal Land, für 99 Jahre an die Regierung verpachtet. Historische Felszeichnungen am Ubirr und Nourlangie Rock zeigen wie die Aboriginal Völker hier seit 20 000 Jahren leben. Ihre jetzigen Siedlungen sind für Touristen gesperrt.

Oben auf dem Ubirr Rock hat man einen atemberaubenden Ausblick auf das Arnhem Land (Aboriginal Land).

Im Kakadu NP gibt es zwei große Jahreszeiten (Aboriginal unterscheiden sechs Jahreszeiten): MONSOON SEASON mit viel Regen Flüße  und Billabongs (Aboriginal Name für Wasserlöcher – klingt schön finde ich!) sind überflutet, der Park steht nahezu unter Wasser“. DRY SEASON es regnet nicht mehr und es wird heiß. Das Wasser in den Flüssen wird weniger, Billabongs trocknen  aus. Einzig die Überschwemmungsebene in der Mitte des Kakadu NP genannt „Yellow Water“ bleibt das ganze Jahr nass. – Da wir gerade am Anfang der Trockenzeit (Hauptmoskitozeit!) sind, fressen uns die Schnaken. – „That´s the Kakadu“, sagen die Aussies!

Der Name Kakadu stammt von dem Aboriginal Wort GAGUDJU ab und hat nichts mit den Vögeln zu tun. Aber besser könnte der Park Name nicht sein – Kakadus gibt es in großen Scharen!

– Ab morgen sind wir in JARRANGBARNMI (Kolpin Gorge).  Da in diesem Gebiet viele Heiligtümer der Aboriginal liegen ist ein Permit (Genehmigung) notwendig.

– Fortsetzung folgt! eure Gitti